Cours Complet De Note De Synth Se

Le don de connaissance

Die Prteritoprsentia werden so bezeichnet, weil ihre Prsensformen alle Merkmale des starken Prterits haben, und zwar : den Ablaut des Stammvokals im Sg. und im Pl. und die Nullendungen in der, P. Sg.

Die althochdeutschen Sprachdenkmler zeugen davon, da die deutsche Sprache schon in jener Zeit einen reichen Wortschatz besa. Neben den Wrtern aus dem Bereich des alltglichen Verkehrs besa das Ahd. einen reichen Schatz von Wrtern aus dem Bereich des Geisteslebens, der Dichtung, der Viehzucht und des Ackerbaus, des Bau - Rechts - und Heereswesens. In den ahd. Sprachdenkmlern kommt das stndige Wachstum des Wortschatzes im Zusammenhang mit der Entwicklung der feudalen Kultur, der klerikalen Bildung, des Staats-und Rechtswesens, mit der bertragung zahlreicher lateinischer theologischer und philosophischer Schriften in die deutsche Sprache und der Schaffung der dazu notwendigen Terminologie zum Ausdruck.

Das Ahd. besitzt Gliedstze fr alle Satzglieder, d.h. Subjekt, - Objekt - Prddikativ - Adverbial - und Attributstze. Die Endstellung des Prdikats im Gliedsatz, was die Gegenwartssprache prgt, gilt im Ahd. noch nicht als Regel. Doch kam sie in den Gliedstzen schon hufig vor :

Auf diese Weise entsteht seit Beginn der mhd. Zeit die Opposition zwischen dem Substantiv mit dem bestimmten Artikel und dem Substantiv mit dem unbestimmten Artikel, die die grammatische Kategorie der Bestimmtheit / Unbestimmtheit zu einer vollentwickelten Kategorie prgt.

Im Mhd. entstand infolge des Ausgleichs der Prteritalformen des Sg. und des Pl. die Form wurde mit - e im Auslaut, was fr die, P.Sg. des starken Prterits nicht typisch ist. Auerdem vollzog sich der Ausgleich der Preritalformen der Verben dieser Ablautreihe nach der Singularform (vgl. ahd. helfan - half - hulfum> mhd. half; werfan - warf - wurfum> mhd. warf), nur das Verb weden erhielt die Form mit dem Pluralstamm : wurtum - wurde.

Die Prsensformen dieser Verben sind unregelmig, da sie im Gegensatz zu den regelmigen Verben des Ahd. keinen Themavokal haben, und die Personalendungen werden unmittelbar an das Wurzelmorphem angefgt. Aus diesem Grunde nennt man sie athematische Verben. Auerdem haben sie in der P. Sg. Prsens eine archaische gemeinindoeuropische Personalendung-m (ai.-mi, griech. - mi, altruss., lat. sum.)

Die Herausbildung verschiedener literarischer Gattungen sowie der gelehrten Prosa und der Kanzlei - und Geschftsprosa in der frhneuhochdeutschen Zeit, die politische und religise Literatur der Reformationszeit Luthers, die Bemhungen der Humanisten um die deutsche Sprache frderten die weitere Entwicklung der syntaktischen Struktur der deutschen Sprache. Es kamen neue Konjuktionen auf, es entstanden neue Modelle komplexer Stze.

Die morphologische Klassifikation der Verben im Ahd. unterscheidet sich von der in der deutschen Gegenwart., Wie auch heute gliedert man die ahd. Verben in starke schwache und unregelmige nach der Art der Bildung des Prteritums. Aber im Ahd. unterscheidet man noch thematische und athematische Verben nach der Bildung des Prsens.

Infolge der Abschwchung des Themavokals i/a zu e im Mhd. infolge seines Schwunds in spterer Zeit ist der Ausgleich der Personalendungen der thematischen und athematischen Konjugation vor sich gegangen. Nur der Umlaut und die Brechung des Stammvokals in der, P. Sg. der starken Verken erinnert uns heutzutage an die alte thematische Konjugation.

Schon die ersten ahd. Sprachdekmler enthalten verschiedene Typen komplexer (zusammengesetzter) Stze. Aber ihre Zahl ist gering im Vergleich zu der deutschen Gegenwartssprache. Sie entwickelten sich spter, in der Folgezeit.